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Kostenloses Internet im Ausland mit dem CrowdRoaming App

Die Smartphone Applikation (zur Zeit nur Android) bietet neu eine Crowd-Roaming Funktionalität und möchte so auch im Ausland kostenloses Internet bieten

Flug nach Venedig: 89 CHF
Fahrt mit einem Gondolieri: 24 CHF
Roamingkosten: Unbezahlbar

Wer kennt das Dilemma nicht? Man ist in den Ferien, muss auf Google Maps die Strasse des gebuchten Hotels finden. Das kostenlose Wifi im Kaffee funktioniert jedoch seit – gemäss dem Kellner – drei Monaten nicht mehr. (Warum man es dennoch anpreist ist ein Rätsel). Weitere kostenlose Wifi’s gäbe es für 12 CHF Kaffeegebühr im nächsten Restaurant. Schweren Herzens entscheidet man sich für die letzte sinnvolle Option: Dem Datenroaming. Man lädt sich schnell eine Google Karte aufs Telefon und bestellt sich den Defibrilator für den Datenroamings-Rechnungs-Herzstillstand gleich auch noch nach Hause.

Wie Venturebeat berichtet will ein kleines holländisches Startup will sich diesem Reise-Problem annehmen. Die Smartphone Applikation (zur Zeit nur Android) bietet neu eine Crowd-Roaming (bzw. Peer-to-Peer Roaming) Funktionalität. Feriengäste mit der Applikation greifen auf das Datenvolumen von „heimischen“ Smartphones zu. Im Gegenzug bietet man sein „kostenloses“ Datenvolumen im eigenen Land den reisenden Gästen an.

Voraussetzung ist, dass beide die Applikation auf dem Telefon installiert haben. Zudem scheint die App auf die WLan Funktion der Geräte zurückzugreifen und somit dürfen beide Parteien nicht weiter als 50 Meter voneinander entfernt sein. Die Applikation will nur Datenvolumen anzapfen, das ohnehin am Ende des Monats verfallen würde (wie die Macher der Applikation wissen können wann genau das Datenvolumen verfällt ist nicht ganz klar).

Die Idee ist natürlich toll. Die Umsetzung grandios schwierig. Um eine ausreichende Abdeckung zu gewährleisten, müsste die Applikation wohl etwa den Verbreitungsgrad von Facebook erreichen. Zudem werden Datenschützer bestimmt Sturm laufen. Und wer möchte schon, dass Fremde über das eigene Telefon surfen können?

Warum die Macher gerade die Smartphone-Variante gewählt haben ist ein Fragezeichen. Bedenkt man, dass nach theoretischen Berechnungen die ganze Schweiz mit privaten Routern abgedeckt werden könnte (und in anderen Ländern wird die Wifi Penetration nicht geringer sein), wäre eine Router-basierte Lösung sicherlich einfacher.

Theoretische Option: Jeder Router-Besitzer gibt seinen eigenen Router für die Besitzer der App frei. Die App ist nur per Registrierung verwendbar und so wäre zumindest die Frage mit illegalem Content etwas einfacher zu kontrollieren. Für den Router-Besitzer könnte mittels Bonus-System (je mehr Daten über den Router fliessen, desto höher der Bonus) der Anreiz gesetzt werden, seinen Router zur Verfügung zu stellen. Zudem hätte man mit dieser Option ein Business-Modell. Bestimmt hatten schon einige kluge Köpfe diese Idee. Die Frage ist nur, wann kommt es? Google, Swisscom, Amazon, wo seid ihr?

Bilder und Video zum App findet ihr in meinem Originalartikel

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